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How To ...

Tipps und Tricks rund um PC und Linux.
Futter für die Suchmaschinen.

Manchmal findet man die Lösung zu einem Computer-Problem erst nach langem Suchen in Dokumentationen und Foren.
Manchmal tritt man das Problem nach einigen Monaten erneut auf und man kann sich nicht mehr an die Lösung erinnern.
Diese kleine Auflistung soll anderen zum schnelleren Finden der Lösung verhelfen und dient dem Autor selbst als Notiz.

PC

Tipps zu VMware-Player, Bilder sortieren


VMware Player

01.11.2011 - NTFS-Windows-Systempartition in VMware Player vergrößern

Getestet mit:

Problem

Die Systempartition (C-Platte) einer Windows-Installation in einer Virtuellen Maschine (VM) ist zu klein geworden und soll vergrößert werden.
Ein laufendes Windows kann seine Systempartition nicht selbst vergrößern, es braucht dazu die Hilfe von Spezialprogrammen oder von Linux.

Lösung

Vorbereitung

Die virtuelle Platte vergößern auf der sich das C-Laufwerk befindet.

Ein ISO-Image einer bootfähigen Linux-CD herunter laden, z.B. Ubuntu. Das ISO-Image oder einen Symlink darauf im VM-Ordner speichern.

Das ISO-Image als CD-Laufwerk fest mounten:

Editieren der *.vxd-Datei der VM, neue Zeile:

bios.bootDelay = "4000"

Das zu vergößernde Filesystem muss fehlerfrei sein, ggf. vorher in Windows reparieren mit Programm CHKDSK.

Linux in der Windows-VM booten

VM starten.
Beim Booten wird dann das VMware-Logo angezeigt und der Hinweis: "Press esc for boot-menue".
Dann innerhalb von 4 Sekunden:

Im Boot-Menü die Option 3 "CD-Rom-Drive" mit Pfeiltasten auswählen und Enter drücken.
Es bootet das Linux-Live-System

Im laufenden Ubuntu dann Start des Partitions-Editors "gparted" z.B. durch Kommando in Konsole: "sudo gparted". Die NTFS-Partition unmounten, dann vergrößern.

Linux herunter fahren, ggf. mit Menü "Virtual machine" / "Power" / "Power off" beenden.


Digitalbilder sortieren

01.11.2011 - Bilder von mehreren Digitalkameras mischen und zeitlich sortieren

Problem

Im Urlaub wurden Bilder mit mehreren Digitalkameras aufgenommen.
Die Kameras hatten nicht alle die korrekte Zeiteinstellung.
Für eine Vorführung sollen die Bilder in die zeitlich korrekte Reihenfolge gebracht werden.

Lösung

Vorbereitung

Im Linux werden Tools aus den Paketen imagemagick und jhead verwendet.
Falls diese noch nicht installiert sind:

sudo aptitude install imagemagick jhead
Sortierung

Die Bilder jeder Kamera werden in einen eigenen Ordner gepackt. Dort werden die Dateien mit folgendem Befehl umbenannt:

$ jhead  -ta-0:03  -nf%Y%m%d-%H%M%S *.JPG

Das Programm jhead wertet die Exif-Daten im Bild aus, benennt die Datei um und korrigiert gleichzeitig die Exif-Daten.
Die Korrektur im Beispiel beträgt -3 Minuten, das wird für jede Kamera (Ordner) individuell berechnet. Der Befehl ändert auch die Exif-Daten, also die Basis der Zeitverschiebung. Somit kann man bei einen Fehler den Befehl nicht in korrigierter Form wiederholen. Man muss eine neue Zeitverschiebung kalkulieren.
Da man dabei leicht falsch liegt, empfehle ich vorab einen Test an einem Ordner mit ein paar Kopien der Bilder.

Wenn jeder Ordner korrigiert wurde, kann man die Bilder zusammen mischen. Die Sortierung nach Dateiname zeigt dann alle Bilder in chronologischer Reihenfolge.

Bildgröße

Da die Bilder einer modernen Digitalkamera weit größer sind, als ein Bildschirm oder Beamer sie darstellen kann, mache ich für die Vorführung dann verkleinerte Versionen.
Dazu verwende ich folgendes Shell-Script:

#!/bin/bash
# imagemagick
cd /home/ich/DigiCam/2011/Urlaub/gross/
for i in *.jpg
do
  echo "Bild " $i
  convert $i -resize 1920x1080  ../show/$i
done

Die Pixel-Angabe ist anzupassen an das Ausgabegerät. Dies hier reicht für HD-Qualität.

Titelbilder

Wenn noch Dateien manuell dazwischen eingefügt werden (z.B. Titelbilder, Kartenübersichten), dann sollten die Zahlen im Dateinamen die gleiche Länge haben, wie bei den von jhead umbenannten Dateien. Datum und Zeit sollten also mit Nullen bis zur Sekunde aufgefüllt werden.
Im Linux-Filesystem (ext4) werden die Dateinamen wir Text sortiert, also von links nach rechts. Aber in Windows XP oder im Filesystem einer DVD werden die Zahlen im Namen nach ihrem Wert sortiert. Fehlende Nullen am Ende sortieren die Datei also nach oben.